Strukturelle Transformation in Organisationen

Strukturelle Transformation in Organisationen
19. Mai 2021

Die Struktur und die Prozesse einer Organisation sollen dazu dienen, dass die Menschen in diesem System möglichst gut – also produktiv und gesund – zusammenarbeiten können. In diesem Artikel geht es darum, welche Aspekte im Prozess der strukturellen Veränderung von Unternehmen zentral sind, um dieses Ziel zu erreichen.

Struktur – Prozesse – Kultur

Transformation beschreibt umfassende, tiefgreifende und nachhaltige Veränderung, die nicht mehr ohne Weiteres umkehrbar ist, weil sich dabei etwas in der Haltung der beteiligten Personen ändert. Organisationen, die unsere Beratung aufsuchen, wünschen sich oft Veränderung auf allen Ebenen: Die Haltung und das Miteinander der Menschen im System soll sich ändern (Kultur), die Gestaltung von Arbeitsprozessen, Meetings und Kommunikationskanälen muss angepasst werden (Prozesse) und das gesamte Unternehmen hinsichtlich seiner Rollen und Funktionen wird unter die Lupe genommen (Struktur).

Struktur als flexibler Organismus

Betrachtet man die Struktur einer Organisation, kann man den Eindruck gewinnen, die Struktur sei etwas Statisches, etwa wie ein Organigramm. Aber tatsächlich beschreibt die Struktur der Organisation, wie die Rollen im System miteinander wirken, wie Macht verteilt ist, Entscheidungen getroffen und inwiefern Wissen und Kompetenzen genutzt werden. Bei Strukturveränderungen geht es also vor allem auch um soziale Rollenveränderung und die Umverteilung von Macht und Verantwortlichkeit.


Zwei Trends in der Veränderung von Unternehmensstrukturen

1. Organigramme werden schlank & prozessorientiert

Eine Herausforderung, der sich viele stark hierarchisch aufgestellte Organisationen in unserer VUCA-Zeit stellen müssen, ist das Problem des Informationsverlustes von „unten“ nach „oben“ und den daraus resultierenden langsamen Entscheidungen kombiniert mit einem enormen Koordinationsaufwand von „oben“ nach „unten“. Um wettbewerbsfähig, schnell und flexibel zu sein, wird es daher immer bedeutsamer, mehr Aufgaben und Verantwortung in das System selbst abzugeben. Zur Beschreibung eines Unternehmens ist es inzwischen hilfreich, eher Ablaufdiagramme mit den Kernprozessen der Wertschöpfung und den beteiligten Einheiten zu gestalten: Das Organigramm eines Unternehmens sollte also verstärkt zeigen, welche Teile des Systems mit welchen anderen in Verbindung stehen, wie Prozesse und Menschen zusammenwirken und wessen Ideen und Informationen wohin gelangen müssen. Die Abbildung dieser Aspekte der Struktur hilft auch den Menschen in der Organisation, ihr System besser zu verstehen und gibt ihnen die Möglichkeit, in der Transformation der Organisation selbst mitzugestalten.

2. Netzwerke & Communities gewinnen an Bedeutung

Ein lineares Organigramm beschreibt nur sehr schwer nachvollziehbar die hohe Komplexität im Miteinander. Daher braucht es inzwischen neue Bilder, um die Organisation zu visualisieren. Der Trend geht hier zu Bildern in Form von Netzwerken. Dabei werden Netzwerke auf zwei Ebenen verstanden. Zum einen als Projektteams, die gemeinsam ein Thema bearbeiten, und zum anderen als Communities im Sinne von geplantem oder spontanem Austausch und Wissensweitergabe innerhalb der gesamten Organisation. Es geht also darum, neue Kommunikationsstrukturen zu etablieren, die sowohl eigenverantwortliches Arbeiten ermöglichen, als auch in die Hierarchie des Systems gut integriert sind.

Bei der Ausgestaltung einer Transformation auf kultureller, prozessualer und struktureller Ebene stehen Ihnen die Berater:innen von IOS zur Seite und begleiten Sie in diesem Prozess.

von Vera Podlinski

 

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