Führungskompetenz: Unproduktive Atmosphären in produktive Umwandeln …

Nachdem wir in unserem letzten Post erfahren haben, wie unter den heutigen externen Bedingungen, Führungskräfte in der Souveränität bleiben können, verraten wir heute etwas mehr zum Thema „Produktivität“.

Atmosphären haben einen starken Einfluss auf die Leistung eines Teams. Als Führungskraft braucht man eine wache Aufmerksamkeit, ein intuitives Spüren der Dynamik und die Bereitschaft, die Situation zu erkennen, die Beteiligten zur Kooperation einzuladen und unproduktive Atmosphären zu transformieren.

Atmosphären zu schaffen bedeutet, erwartungsvolle Spannung aufzubauen und Druck wegzunehmen. Hier geht es darum, einen Raum zu eröffnen, in dem sich konstruktive und positive Emotionen entwickeln können und Verantwortungsübernahme mit Entscheidungsbereitschaft ohne Angst vor Fehlern und negativen Konsequenzen stattfinden kann.

Woran erkennt man unproduktive Atmosphären?

Gefühle sind Atmosphären, sie sind räumlich. Man spürt sie als Enge, als Druck, der Atem bleibt stocken. Wenn Energie sich nicht verbindet und keine Synergie entsteht, kommt es zu keiner Begegnung. Die Stimmung im Raum ist angespannt und bewertend: entgegen gerichtete Bewegungen, Klima der Missbilligung, geringes Energieniveau, Enttäuschung spürbar, Vorwürfe hörbar oder liegen in der Luft, Beiträge werden abgewertet.

Was misslingt in unproduktiven Atmosphären?

Lernen, Konzentration, Fehlertoleranz, Akzeptanz, Teilen von Erfahrungen und Wissen, Vertrauen, Kreativität, schöpferisches Denken, lustvolles Tätigsein, Humor und Einlenken können sich nicht entfalten. Ängste und Spannungen können nicht aufgelöst werden.

Was lösen unproduktive Atmosphären aus?

Misstrauen, Druck, Spannung, Überforderung, Gefühl von Ausgeschlossensein, Isolation, Selbstzweifel und Unsicherheit tritt auf. Blockiert sein in Entscheidungen, Risiken werden nicht eingegangen. Es ist kein Wohlwollen zu spüren. Produktivität bleibt aus.

Wie geht man mit unproduktiven Atmosphären um und wie verwandelt man die unproduktiven in produktiven?

Laut denken, angstfrei und beherzt aussprechen, was man empfindet. Deeskalieren, Entschärfen, Humor, „Reframing“, in Kontakt gehen, Zutrauen artikulieren und klar vermitteln, worum es mir geht. Beschreiben, wie sich die Atmosphäre anfühlt und möglichst mit einem Wunsch koppeln.

Unproduktive Realität benennen, dabei entdramatisieren und Verantwortung für die Situation übernehmen:

  • Wir sind festgefahren, wir haben uns blockiert.
  • Zuschreibung von Herzlichkeit und Vertrauen, nach Bedürfnissen fragen.

Unproduktiv kann auch die Ablehnung des Gesprächspartners wirken, ein Nichteingehen auf seine Bedürfnisse und Anliegen. Sie muss in einen lösungsorientierten Dialog verwandelt werden, um zu einer gemeinsam getragenen Lösung zu kommen.

Woran erkennt man produktive Atmosphären?

Man spürt sie körperlich als Weite, als Erleichterung, sie zeigt sich im Flowempfinden, in der Spontaneität, in Offenheit und Respekt vor Gegenseitigkeit und Unterschiedlichkeit, das kreative Denken ist eingeladen.

Führungskompetenzen in der Transformation

In der Blockierung durch die Atmosphäre die dahinter liegenden Bedürfnisse erkennen und darauf eingehen. Die Spannung spüren und auflösen. Darüber wird es möglich, die gemeinsamen Handlungspotentiale auszuloten, die man als Vorschlag anbieten kann.

Selbst aktiv in die Verantwortung für die Transformation gehen, das schafft eine produktive Atmosphäre, die auf die anderen ausstrahlt! Jede sinnvolle Einladung auf eine neue gemeinsame Handlung hin ist nützlich. Jeder Vorschlag führt zu einem neuen Bezugspunkt.

In stärkeren Blockaden helfen paradoxe Interventionen und Problemverschreibungen: Statt der Lähmung und dem Steckenbleiben gilt es, die Kraft zu benennen, die zur Lähmung geführt hat. „Du hast es so sehr gewollt, mit aller Kraft. Das ist wirklich stark. Wenn es zu viel ist, kann es uns aber auch blockieren.“

Wir hoffen Ihnen eine bessere Idee von der Kompetenz angemessener Arbeitsatmosphären zu schaffen gegeben zu haben. Im nächsten Post beschäftigen wir uns mit dem Erkennen von Bedürfnissen und damit, wie man Störungen auch als Potential nutzen kann.

Viel Spaß beim Lesen!

Sie möchten mehr erfahren? Hier finden Sie unsere Beiträge aus der Serie Führung:

Führungskompetenz: Kompetenzen erfolgreicher Führung

Führungskompetenz: Kompetenzen erfolgreicher Führung Teil III