Nominierung zum Swiss Award for Business Ethics

Am 23. April 08 wurde zum dritten Mal der Swiss Award for Business Ethics im Rahmen der Schweizer Unternehmertagung "Business Excellence 2008" in Luzern verliehen. Das IOS war in 2008 zusammen mit unserem Beratungskunden „Inselspital“ für das gemeinsame Projekt zur „Entwicklung einer Konfliktkultur“ für den Award nominiert und wurde damit für seine überaus innovative und nachhaltige Arbeit ausgezeichnet.

Der Swiss Award für Business Ethics ist die Anerkennung für Projekte von Unternehmen, die im Bereich der Wirtschaft Probleme nachhaltig und nach neuen ethischen Maßstäben bewältigen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen dabei die wirtschaftlichen Prinzipien Verantwortung, Respekt, Integrität, Gerechtigkeit, Transparenz, Nachhaltigkeit und Corporate Citizenship.

Zielsetzung

Die Zielsetzung des IOS-Projektes war die Etablierung einer konstruktiven Konfliktkultur, die den Führungskräften und Mitarbeitern des Inselspitals hilft, Konflikte frühzeitig zu erkennen und zu lösen. Nur so kann die in ihnen gebundene Energie wieder verfügbar für gute Leistungen sein. Die durch das Projekt entstandene neue Konfliktkultur trägt noch heute dazu bei, die Autonomie der Mitarbeiter zu stärken, deren Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit zu fördern und die Eskalation von Konflikten zu vermeiden.

 

Das Konzept

Die wichtigste Maßnahme des Konzepts ist das Konfliktlotsen-Netzwerk. Mitarbeiter der Direktion Betrieb wurden als Konfliktlotsen ausgebildet und eingesetzt. Ihre wichtigste Aufgabe ist das Moderieren von Mitarbeiterworkshops. Diese Workshops bieten den Mitarbeitenden die Gelegenheit, ihren Umgang miteinander und ihre Beziehungen zu reflektieren, Konflikte zu identifizieren und Maßnahmen zu deren Lösung einzuleiten. Sie bieten den Mitarbeitenden auch die Gelegenheit, Verbesserungsvorschläge für ihren Arbeitsplatz und ihren Arbeitsalltag einzubringen. Der Vorgesetzte der Gruppe ist ebenfalls am Workshop anwesend, was zu einer hohen gegenseitigen Verbindlichkeit beiträgt. Darüber hinaus sind die Konfliktlotsen mögliche Ansprechpartner für die Mitarbeitenden und Führungskräfte im Arbeitsalltag.

Im Projekt wurden alle 120 Führungskräfte im Konfliktmanagement ausgebildet. Seit Beendigung der Einführungsphase sind die Konfliktlotsen eine fest eingeführte Institution, die im Auftrag der Führung Mitarbeiterworkshops moderieren. Neue Führungskräfte werden periodisch ebenfalls im Konfliktmanagement geschult.

 

Der Nutzen des Projekts

Konflikte wurden enttabuisiert, was zu einer geänderten Haltung im Unternehmen geführt hat. Sie werden benannt und bearbeitet, die Führungskräfte sind verantwortlich jeweils ein adäquates Konfliktlösungsverfahren einzuleiten. Verbesserungsvorschläge von Mitarbeitern werden bearbeitet und wenn möglich auch umgesetzt.

Ethische Beurteilung

Die Grundhaltung ist, dass die Mitarbeiter sich gegenseitig Respekt entgegenbringen, als Personen mit individuellen Stärken und Schwächen. Das Projekt fördert die Autonomie und die Eigenverantwortung aller Mitarbeitenden. Die Einzelnen müssen entscheiden, ob und was sie in den Workshops einbringen und als Team müssen sie ebenfalls entscheiden, was sie bearbeiten und welche Informationen sie weitergeben wollen.

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