Mit Konflikten anders umgehen: Konfliktkultur im Klinikum

Branche: Klinik/Gesundheit
Organisationsgröße: 1000 Mitarbeiter
Projektzeitraum: 2005-2008

Ausgangslage:

Restrukturierung der Direktion Betrieb:

  • Neue Strukturen und Verantwortungen
  • Veränderte Kompetenzprofile und Anforderungen
  • Neuland erproben, Verunsicherung eingehen
  • Restrukturierung führt zu Reibungen und Konfliktfeldern in der Direktion Betrieb
  • Konfliktvermeidungskultur bindet zu viel Energie

Ziel:

Bewusstsein für die Anliegen

  • der internen Kunden
  • der Patienten
  • der Mitarbeiter
  • exzellente Administration
  • Gutes Schnittstellenmanagement
  • Wir-Identität als Ganzes
  • Freisetzung von Synergien
  • Entwicklung und Etablieren einer konstruktiven Konfliktkultur: Die Konfliktkultur soll dazu beitragen, die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden zu stärken und deren Wohlbefinden zu fördern.
  • Führungskräfte und Mitarbeitende sollen im Umgang mit Konflikten befähigt werden.

Vorgehen:

Phase I: Diagnose der Konfliktfelder

  • Gründliche Erhebung der aktuellen Situation

Phase II: Entwicklung und Aufbau der Konfliktkultur im System

  • Ausbildung von Konfliktexperten, die Konflikte vor Ort lösen
  • Qualifizierung aller Führungskräfte durch Konfliktmanagement-Ausbildung
  • Einsatz von Klimachecks auf allen Ebenen und in allen Bereichen zur Stabilisierung der Konfliktkultur
  • Einbindung aller Mitarbeitenden durch Großveranstaltungen

Begleitstruktur

  • Einrichtung einer Stabsfunktion als interne Systemkenner und für operative Umsetzung vor Ort.

Ergebnis:

Die Direktion Betrieb hat sich nachhaltig verändert und die Mitarbeiter wissen heute besser, dass

  • Konflikte zum Alltag gehören.
  • Konflikte nicht Gesichtsverlust bedeuten.
  • sie Konflikte durchstehen und sich daraus befreien können.
  • die Konfliktkulturmethodik gestärkt wurde.
  • sie «Ich-Botschaften» sachlich und nicht verletzend formulieren können.
  • Tabu-Themen aufgegriffen werden dürfen.
  • Raum entstanden ist, um schwierige Themen zu benennen.
  • sie heute offener und direkter sein dürfen.
  • sie im Alltag schneller und direkter Lösungen entwickeln können.

Dass Projekt wurde 2008 für den „Swiss Award for Business Ethics“ nominiert und ausgezeichnet.